Archive for the ‘Mein Ernst’ Category

Iran- Meine Sicht…

Monday, August 17th, 2009

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Natarsid! Habt keine Angst. Die Demonstrationen auf den Strassen Irans geben den Solidaritätsbekundungen weltweit den Ton vor. Verrückt, denke ich. Kann ich, bei einer Lichterkette am Berliner Kudamm wirklich mit mir vereinbaren diese Rufe zu wiederholen? Habe ich denn überhaupt eine Vorstellung, was es bedeutet für seine Freiheit sein Leben zu riskieren? Darf ich in meinen Parolen die Dreistigkeit besitzen die jungen Menschen dazu zu ermutigen auch am morgigen Tage in den Kugelhagel der Sittenpolizei des Iran zu laufen, um den Aufstand dort aufrecht zu erhalten? Die Worte „Wir sind alle beisammen“ wollen nicht über meine Lippen. Eher möchte ich rufen: Ich bewundere euren Mut. Ihr kämpft gegen Etwas, dessen Existenz Ihr nicht zu verschulden habt. Ihr seid die Kinder eurer Eltern und bereit ihren Kampf zu kämpfen. Ihr rührt mich zu Tränen, in eurem friedlichen Protest, in eurem Einfallsreichtum und der Fähigkeit Euch Technologie zunutze zu machen, um Eurem Leid auch weltweit ein Gesicht zu verleihen. Vielen Menschen scheint es hier ähnlich zu gehen wie mir. Vielen sicher auch aus dem Grund, dass die persönliche Freiheit und Selbstverwirklichung aufgrund Eures Beispieles wieder demütig als ein Luxus wahrgenommen wird und die legitime Einforderung von Menschenrechten uns dazu zwingt Euer Echo zu sein. Als Kind iranischer Eltern mischt sich in meine Emotionen noch ein anderes Sentiment. Das der Sehnsucht. Nach einer Form von Gerechtigkeit, die das erneute Auszählen der Wahlstimmen und Presse- und Meinungsfreiheit bei weitem überschreitet.

Ebenso verschuldet durch die unreflektierten Staatsoberhäupter der iranischen Regierung seit mehreren Jahrzehnten, als auch die Dämonisierung des Landes und seiner Bevölkerung durch die westlichen Medien im Zeitalter des Islam-Ressentiments, blieb es auch mir nicht erspart, in persönlichen Gesprächen im Bekanntenkreis, mit Vorurteilen konfrontiert zu werden. Deren Aushebelung erwies sich meist als heikles Unterfangen, da meine Sicht der Dinge oft unterbewusst als eine „subjektive und emotional gefärbte“ keine adäquate Glaubwürdigkeit zu vermitteln vermochte. Hatte ich auch noch so oft zu erklären versucht, dass die iranische Bevölkerung eine weltoffene, zu 70% aus unter 30-jährigen bestehende, in der Mehrheit gebildete und friedfertige sei, standen mir die rhetorischen Knieschüsse Ahmadineschads und der an seiner Aufrüstungspolitik manifestierte Gefahrenherd wie Totschlagargumente gegenüber. Wie gebildet könne ein Volk sein, das solch einen Vertreter habe? Siehe Bush, erwidert mein emotionaler Hitzkopf.

Seit Juni diesen Jahres hat sich nun viel verändert. Nicht nur in meinem Ursprungsland, auch an den Konversationen. Das Interesse am Iran ist gewachsen, es werden Parallelen gezogen und Sympathien bekundet, wo zuvor Skepsis und Argwohn mitschwangen. Wissenslücken werden durch neugierige Fragen gefüllt. Der Aktivismus der iranischen Opposition wird mit Bewunderung gewürdigt und es wird endlich die Differenzierung vorgenommen, von welcher Instanz das Unrecht ausgeht. Es wird zugegeben, dass man überrascht darüber sei wieviele Millionen nicht konform mit der Regierung seien. Erleichterung macht sich in mir breit. Man hat Euch gehört.

Fragt man Euch danach, was Euch und das Land Iran ausmacht, antwortet Ihr mit einer Aufzählung der Dichter, Philosophen, Historie und wissenschaftlichen Errungenschaften der persischen Kultur. 539 vor Christus verfasste Perserkönig Kyros der Grosse ein Manifest, in welchem er die Völker ermunterte in Frieden zu leben, zusammenzuhalten und die unterschiedlichen Kulturen und Traditionen zu respektieren. Als eine der ersten Menschenrechtserklärungen wurde der Kyros-Zylinder 1971 von der UNO in alle Arbeitssprachen übersetzt.

Und heute beruft Ihr Euch auf diesen Teil Eurer Geschichte. Auf Religionsfreiheit, Demokratie, Toleranz. Kein Ahmadineschad, aber auch kein Mussawi wird dem gerecht werden können wonach Ihr Euch sehnt. Der Widerstand hat längst die Grenzen der Parteien- oder Personengebundenheit überwunden, es zeigen sich durch Euren Einsatz ernsthafte Risse in der Theokratie. Tagtäglich scheinen die Machthaber Irans in ihrem verzweifelten Ringen um den Machterhalt fatalere Fehler zu begehen als am Vortag. Die Destabilisierung des Regimes schreitet voran. Wissend um Eure Macht, wird darum stündlich versucht Euren Protest mit Mord, Verhaftungen, Folter, Vergewaltigungen und Drohungen niederzuschlagen. Im Minutentakt werden auf Twitter Warnungen verschickt, man solle auch im Ausland bei Eurer Unterstützung zur eigenen Sicherheit in die Anonymität abtauchen, um keine Probleme mit iranischen Behörden zu bekommen oder gar Angehörige im Land zu gefährden.

Angst wird geschürt. Sie soll lähmen und mundtot machen. Ich hadere mit mir, meinen Namen unter den Artikel zu schreiben. Haben sie gewonnen? Nein, schreit mein Herz. In all meiner Machtlosigkeit, meinem tatenlosen Zusehen aus der Ferne, stehe ich in Eurer Schuld. Wir sehen Euch, wir können Euch hören. Jede Nacht sind wir in Gedanken bei Euch. Ihr habt uns verändert. Natarsid, sage ich leise und senke demütig den Kopf.

Jasmin Shakeri

Ich werd mein Essverhalten überdenken müssen….

Saturday, July 11th, 2009

danke minzki…

http://www.mediathatmattersfest.org/films/the_meatrix/

Vergiss Nostradamus, lies KARL MARX !!!!!

Thursday, March 26th, 2009

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 1867 schreibt Karl Marx in “Das Kapital“:

“Owners of capital will stimulate working class to buy more and more expensive goods, houses and technology, pushing them to take more and more expensive credits, until their debt becomes unbearable. The unpaid debt will lead to bankruptcy of banks, which will have to be nationalized and State will have to take the road which will eventually lead to communism.”

Ich habe gestern Nacht nach EEEEwigkeiten im Internet Auszüge daraus gelesen und gemerkt, dass mich manche Umstände heutzutage extrem an seine Worte erinnert haben. Der zitierte Satz erscheint einem wie eine gruselige Vorhersehung wie sie nur ein unglaublich kluger Mann prophezeien kann. Ich muss mir mal das Original ansehen. Wenn das so stimmt, dann WOW…

Spricht man nicht gerade über die Verstaatlichung der Banken?

Ich werd irre…

MTV-STAYING ALIVE

Thursday, March 26th, 2009

Momentan befinde ich mich in der Promophase zu meinem Debutalbum “Perserkatze”…dazu gehören Interviews, Fotoshootings, Radiopromotouren, Auftritte, einfach sämtliche Dinge, die der Verbreitung meiner Musik und Person zuträglich sein können. So ist das Angebot von MTV.DE, mit mir im Rahmen der Staying-Alive Kampagne ein Gespräch zum Thema SafeSex und Aids-Prävention zu führen ein WIRKLICH TOLLES ANGEBOT gewesen, da ich natürlich sehr gerne auf der Seite dieses Musiksenders stattfinde, andererseits aber eben auch einen kleinen Beitrag zu dieser wunderbaren Aktion im Kampf gegen HIV liefern kann. Dieses habe ich natürlich sofort zugesagt. Wir haben uns dann auf dem MTV Hausboot zu einem Interview getroffen, welches auf MTV.DE online in einzelnen Episoden ausgestrahlt wird. Ihr könnt ja mal reinschauen und einen Kommentar auf der MTV-Seite hinterlassen, wie es euch gefallen hat.

Hier der Link zu den ersten Teilen…heikle Themen..meine Ansichten! ;-)

http://www.mtv.de/search?q=Jasmin+Shakeri&x=20&y=0

Es lebe Safe Sex…und der Papst kann denn Mund halten…

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“Ja zu sicherem Sex” ist die Botschaft der aktuellen Aids-Kampagne von MTV.de und Body Shop. Da das Thema Safe Sex auch dich etwas angeht, solltest du dich deshalb aktiv vor einer HIV-Infektion schützen und „Yes To Safe Sex“ sagen! Prominente Gesichter wie Jasmin Shakeri, R&B-Sängerin und Tänzerin aus Berlin, unterstützen das Projekt. In ihrer Videokolumne spricht sie über die Verwirklichung von offenen Beziehungen oder den Frust und die Lust von One Night Stands – ihr ist kein Thema zu heiß! (MTV.DE)

“Komik ist Tragik in Spiegelschrift”…..

Sunday, January 11th, 2009

…….James Thurber hat es mit diesem Satz auf den Punkt gebracht. (Ja, da staunt Ihr, gell? War nämlich nicht der schlaue Max Herre, der sich diese Aussage für A-n-n-a ausgedacht hat…hab das auch eben erst durch Zufall bemerkt ;-)

Und der deutsche Kabarettist Hagen Rether verleiht dieser harten Realität durch seine Worte gnadenlos Nachdruck. Im Zeitalter von durchweg heiteren Comedians, die sicher auch ihre Existenzberechtigung haben, kann einen solch ein “Humor” schon kalt erwischen……

………weil man nicht auf TEUFELKOMMRAUS abgelenkt wird, sondern: nachdenken muss. Und laut Rether auch sollte.

 

Lieben Gruss an Dan Köhler, mentaler Endgegner…


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