Archive for the ‘Heroes’ Category

Kunst ist das Leben- Leben ist Kunst… Al Pacino.

Tuesday, November 3rd, 2009

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Kein anderer Schauspieler schafft auf der Leinwand, was Al Pacino schafft. Sobald er in einem Film seine erste Szene hat, stockt mir vor Begeisterung der Atem. Er ist der einzige Charakterdarsteller, dessen Kunst und Fähigkeit als Schauspieler dieselben Emotionen in mir hervorruft wie ein guter Song. Und er tut es (auch wie ein guter Song) mit ein und demselben Film immer und immer wieder, egal wie oft man ihn gesehen hat. So z.B. in “Im Auftrag des Teufels”, dessen besten Monolog ich ja schon mehrmals in diesem Blog gepostet habe.

Was nur wenige wissen: ich bin ein Filmfreak. Und wenn ich sage Filmfreak, dann meine ich, mich mit allen Details und Einstellungen auseinanderzusetzen und auf den Schnitt zu achten, die Musik, die Beleuchtung, die Namen der Kameramänner, einfach alles. Ich kenne nicht alle, aber sicher sehr sehr viele Filme, oft nicht die neusten, meist die unbekannten. Wie viel Arbeit so ein Film ist, macht mich manchmal wahnsinnig vor Bewunderung. Was außerdem wohl nur eine Hand voll Menschen weiß: wenn man mich fragen würde, wen ich gerne einmal treffen würde, wenn ich die Möglichkeit hätte mit irgendeinem, noch lebenden, schwer “erreichbaren” Menschen einen Tag zu verbringen, dann wäre es Alfredo James Pacino. Ich weiss, dass das nie wohl nie passieren wird, aber wie gern würde ich (nachdem ich seine Biografie und ein Interviewbuch von ihm gelesen habe) etliche Fragen zu seiner Arbeit stellen, die in ihrer Leidenschaft und ihrer emotionalen Herausforderung so vergleichbar mit der Liebe zur Musik ist.

Warum ich ihn so verehre ist so subjektiv, dass ich es gar nicht aufzählen kann. Aber ich kann machen, dass ihr euch auch verliebt. ;-)

Im Rahmen einer der, meiner Meinung nach, besten Interviewreihen aller Zeiten namens “Inside the Actor’s Studio” stellt der amerikanische Schriftsteller und Schauspieler James Lipton etlichen berühmten und spannenden Persönlichkeiten aus der Filmwelt so sagenhaft simple und unaufdringliche Fragen, dass sich die einzelnen, oft introvertierten, Gäste plötzlich völlig unerwartet und ungezwungen in einem Gespräch über ihre Ängste, Fehler, Intimitäten und Erfahrungen wiederfinden, ohne schamlos exponiert zu werden. Wahrscheinlich kommen sie deswegen auch wirklich ALLE zu Lipton. ALLE.

So auch der Meister vor einigen Jahren. Das Interview hat mehrere Teile und ist komplett auf Youtube zu finden. Man muss nur den Link unten ansehen und auf Teil 2 im Player klicken, sobald der Teil zu Ende ist. (Tipp für unerfahrene Surfer) :-) Bitte seht es euch an. Ihr werdet gut unterhalten und es geniessen.

Solltet ihr ebenfalls zu den gesegneten Menschen gehören, die eine dieser edlen, wunderbaren Künste wie Musik oder Schauspiel oder Malerei ihren Lebensinhalt nennen und somit zu dem Kreis gehören, der für seine Liebe zur Kunst einen Teil seiner Seele preiszugeben bereit ist, dann werdet ihr von ihm lernen. Und ihr werdet wieder stolz darauf sein von eurem Bauchgefühl zu leben und von Inspirationen und von Eindrücken und Emotionen, auch wenn es grad hart sein mag oder andere um euch herum mit ihrem 9 to 5-Job mehr Geld verdienen. Besonders seid Ihr. Und ohne Euch wär es dunkel. Denn ihr schafft Hoffnung. Was könnte ehrenhafter sein.

Wie Goethe in “Die Wahlverwandtschaften” schrieb:

Man weicht der Welt nicht sicherer aus als durch die Kunst. Und man verknüpft sich nicht sicherer mit ihr als durch die Kunst.

Khaled Hosseini oder Warum ich bin wie ich bin

Saturday, October 17th, 2009

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Ein gutes Buch ist wie ein gutes Lied. Man kann es nicht nur ein Mal geniessen. Man liest es ein zweites, manchmal auch drittes Mal (wenn es sich doch nur so leicht konsumieren liesse, wie ein 4min.song!), weil man das Gefühl wieder erleben will, das es in einem auslöst.

Mir ist es im Leben sehr oft passiert, dass mich Bücher berührt, bewegt, erschüttert, belehrt haben. Als Kind habe ich unendlich viel vorgelesen bekommen und ich habe unendlich viel gelesen, woher sicher auch meine Liebe zur Sprache erwachsen ist. Dann habe ich das Lesen vernachlässigt. Ich habe, getrieben von innerer Unruhe, oft die ersten 20 Seiten überflogen und unkonzentriert Sätze wiederholt lesen müssen, bis ich dann doch, willensschwach, der Versuchung der leichten, drögen Unterhaltung des Internet oder TV nachgab.

Lesen kann man verlernen. Davon bin ich überzeugt, weil es mir passiert ist. Aber wenn ich eines mit Sicherheit weiss, dann auch, dass es nur eines einzigen Satzes bedarf, um wieder genau dorthin zu gelangen, wo man einst aufgehört hatte.

Dieser eine Satz war vor ein paar Jahren dieser Satz:

“An einem eiskalten, bedeckten Wintertag des Jahres 1975 wurde ich - im Alter von zwölf Jahren - zu dem, der ich heute bin.”

Der erste Satz von Khaled Hosseinis Debutroman “Drachenläufer” leitete eine Geschichte ein, die mich, so geschwollen und dramatisch es sich anhören mag, VERÄNDERT hat. Weil ich Dinge verstehe, weil mir Worte angeboten wurden, um Gefühle zu benennen, die ich vorher nicht beschreiben konnte.

Es ist die Geschichte des afghanischen Jungen Amir, die Geschichte einer Freundschaft, eines grossen Verrats, der Schuldgefühle und die Geschichte des unendlichen Leides Afghanistans und wohl ein Synonym für alle anderen kriegsgebeutelten Regionen der Erde. Und es ist eine Geschichte über Vaterliebe.

In dieser Woche habe ich dieses Buch zum dritten Mal gelesen. Das Schöne am Lesen, genau wie der Musik und anderen Künsten, ist die Berechtigung zur SUBJEKTIVEN WAHRNEHMUNG. Warum ich dieses Buch so liebe, warum ich es nach dem Lesen nicht nur zuklappe, sondern fast behutsam in den Händen halte, warum ich sogar schon den Buchdeckel heimlich geküsst habe, kann ich wirklich nur mit meinen ganz EIGENEN Gefühlen erklären.

Afghanen sprechen die Sprach meiner iranischen Eltern. Sie sprechen Farsi, in einem abgeänderten Dialekt. Reden sie schnell und undeutlich kann ich sie kaum verstehen (ähnlich wie ein Berliner einen Bayer ;-) ) , aber geschriebene Worte sind die gleichen. Auch in der deutschen Übersetzung des Buches werden viele Sprichworte, Redewendungen, Spitznamen, Flüche und Namen beibehalten, sodass sich in mir in Teilen das Gefühl einstellte, ich würde meinen Verwandten zuhören. Die Bildhaftigkeit der Sprache ist wohl ebenfalls eine Eigenschaft, die der Literatur der Region des Nahen Ostens nachgesagt werden kann. Wie es Hosseini gelingt, Situationen des grössten emotionalen Konfliktes fast fotographisch detailliert in Worten zu beschreiben, sodass einem das Blut in den Adern gefriert, dass man sich dabei erwischt, den Atem angehalten zu haben, sucht wirklich seinesgleichen. Das die im Buch beschriebene Ungerechtigkeit sich in mir beim Lesen praktisch PHYSISCH bemerkbar macht, lässt mich wohl- masochistischerweise- immer wieder zu diesem Buch greifen, ungläubig, dass es mir auch beim dritten Mal wieder so zusetzen würde. Aber dem ist so.

Entscheidend für meine Wahrnehmung ist das Gefühl, dass mich die Art der Liebe, die Art der Gefühlsäusserungen des Romans an die Liebe meiner Eltern erinnert. Dass die Geschichte vom Verlust einer Heimat, das Zurücksehnen an einen Ort, der so wie er war, nicht mehr existiert und die damit verbundene Melancholie etwas ist, was ich mit meiner Muttermilch aufgesogen zu haben scheine und was mir die Augen meines Vaters in manchen Stunden ohne ein Wort zu erzählen versuchen.

Ein zerstörtes Afghanistan gleicht einem zerstörten Iran, einem zerstörten Bosnien-Herzegowina, einem zerstörten Tschetschenien. Wie auch immer die Zerstörung zustande gekommen sein mag und ich welcher Form sie auch immer Ausdruck gefunden hat, die Geschichten bleiben die gleichen. Von Kratern in der Erde von Srebrenica wo einst die Kirche stand, in der sich die Grosseltern das Jawort gaben. Von hohen Gefängnismauern in Teheran, hinter welchen gefoltert wird, auf dem selben Grundstück, wo einst die Grundschule meines Vater stand. Oder, wie im “Drachenläufer”, ein Fussballfeld, auf welchem ein Liebespaar öffentlich hingerichtet wird, wo einst Amir und sein Freund Hassan ihre Drachen steigen liessen.

Mein Vater ist gestern in Rente gegangen. Mit 65. Er ist mit Anfang 20, mit meiner Mutter und meinem 1-jährigen Bruder nach Deutschland gekommen, um seiner Familie eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Er hat seine Eltern zurückgelassen. Er hat soviel getan. Und er ist alt geworden. Manchmal nimmt er das Leben schwer, dann denkt er gescheitert zu sein, ist geplagt von Dingen, die er denkt ANDERS oder BESSER gemacht haben zu müssen. Und dann muss man ihn lassen und dann ist er mit einem Mal stolz. Auf meinen Bruder, den wunderbaren Dr. Shakeri. Sein Junge. Und sogar auf mich, das Küken. Sein “Juju”. Das Musik macht. Und so lange durchhält bis ihr Album endlich kommt. ;-) Und am meisten darauf, dass er irgendwie geschafft hat, dass die, in seinen Augen “schönste Frau der Welt” nach 40 Jahren noch immer nicht von seiner Seite weicht und verliebt in ihn ist. Irgendwann und ich glaube, es dauert nicht mehr lang, will ich seine und ihre Geschichte erzählen. Ich will ein Buch schreiben und ich weiss, dass die Worte und Gedanken dafür täglich in mir heranreifen.

Ich habe ihn gestern abend aus Spanien, wo ich gerade zum texten hingefahren bin, angerufen. Ich hatte so viel zu sagen. Und das Wichtigste habe ich gesagt:

Du hast alles richtig gemacht. Du bist mein Baba..Mein Babajoon. Ich danke dir. Für jeden Tag.

Und wie im “Drachenläufer” hat er sinngemäss auf Farsi zu mir gesagt:

“Für dich-tausendmal.”

Iran- Meine Sicht…

Monday, August 17th, 2009

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Natarsid! Habt keine Angst. Die Demonstrationen auf den Strassen Irans geben den Solidaritätsbekundungen weltweit den Ton vor. Verrückt, denke ich. Kann ich, bei einer Lichterkette am Berliner Kudamm wirklich mit mir vereinbaren diese Rufe zu wiederholen? Habe ich denn überhaupt eine Vorstellung, was es bedeutet für seine Freiheit sein Leben zu riskieren? Darf ich in meinen Parolen die Dreistigkeit besitzen die jungen Menschen dazu zu ermutigen auch am morgigen Tage in den Kugelhagel der Sittenpolizei des Iran zu laufen, um den Aufstand dort aufrecht zu erhalten? Die Worte „Wir sind alle beisammen“ wollen nicht über meine Lippen. Eher möchte ich rufen: Ich bewundere euren Mut. Ihr kämpft gegen Etwas, dessen Existenz Ihr nicht zu verschulden habt. Ihr seid die Kinder eurer Eltern und bereit ihren Kampf zu kämpfen. Ihr rührt mich zu Tränen, in eurem friedlichen Protest, in eurem Einfallsreichtum und der Fähigkeit Euch Technologie zunutze zu machen, um Eurem Leid auch weltweit ein Gesicht zu verleihen. Vielen Menschen scheint es hier ähnlich zu gehen wie mir. Vielen sicher auch aus dem Grund, dass die persönliche Freiheit und Selbstverwirklichung aufgrund Eures Beispieles wieder demütig als ein Luxus wahrgenommen wird und die legitime Einforderung von Menschenrechten uns dazu zwingt Euer Echo zu sein. Als Kind iranischer Eltern mischt sich in meine Emotionen noch ein anderes Sentiment. Das der Sehnsucht. Nach einer Form von Gerechtigkeit, die das erneute Auszählen der Wahlstimmen und Presse- und Meinungsfreiheit bei weitem überschreitet.

Ebenso verschuldet durch die unreflektierten Staatsoberhäupter der iranischen Regierung seit mehreren Jahrzehnten, als auch die Dämonisierung des Landes und seiner Bevölkerung durch die westlichen Medien im Zeitalter des Islam-Ressentiments, blieb es auch mir nicht erspart, in persönlichen Gesprächen im Bekanntenkreis, mit Vorurteilen konfrontiert zu werden. Deren Aushebelung erwies sich meist als heikles Unterfangen, da meine Sicht der Dinge oft unterbewusst als eine „subjektive und emotional gefärbte“ keine adäquate Glaubwürdigkeit zu vermitteln vermochte. Hatte ich auch noch so oft zu erklären versucht, dass die iranische Bevölkerung eine weltoffene, zu 70% aus unter 30-jährigen bestehende, in der Mehrheit gebildete und friedfertige sei, standen mir die rhetorischen Knieschüsse Ahmadineschads und der an seiner Aufrüstungspolitik manifestierte Gefahrenherd wie Totschlagargumente gegenüber. Wie gebildet könne ein Volk sein, das solch einen Vertreter habe? Siehe Bush, erwidert mein emotionaler Hitzkopf.

Seit Juni diesen Jahres hat sich nun viel verändert. Nicht nur in meinem Ursprungsland, auch an den Konversationen. Das Interesse am Iran ist gewachsen, es werden Parallelen gezogen und Sympathien bekundet, wo zuvor Skepsis und Argwohn mitschwangen. Wissenslücken werden durch neugierige Fragen gefüllt. Der Aktivismus der iranischen Opposition wird mit Bewunderung gewürdigt und es wird endlich die Differenzierung vorgenommen, von welcher Instanz das Unrecht ausgeht. Es wird zugegeben, dass man überrascht darüber sei wieviele Millionen nicht konform mit der Regierung seien. Erleichterung macht sich in mir breit. Man hat Euch gehört.

Fragt man Euch danach, was Euch und das Land Iran ausmacht, antwortet Ihr mit einer Aufzählung der Dichter, Philosophen, Historie und wissenschaftlichen Errungenschaften der persischen Kultur. 539 vor Christus verfasste Perserkönig Kyros der Grosse ein Manifest, in welchem er die Völker ermunterte in Frieden zu leben, zusammenzuhalten und die unterschiedlichen Kulturen und Traditionen zu respektieren. Als eine der ersten Menschenrechtserklärungen wurde der Kyros-Zylinder 1971 von der UNO in alle Arbeitssprachen übersetzt.

Und heute beruft Ihr Euch auf diesen Teil Eurer Geschichte. Auf Religionsfreiheit, Demokratie, Toleranz. Kein Ahmadineschad, aber auch kein Mussawi wird dem gerecht werden können wonach Ihr Euch sehnt. Der Widerstand hat längst die Grenzen der Parteien- oder Personengebundenheit überwunden, es zeigen sich durch Euren Einsatz ernsthafte Risse in der Theokratie. Tagtäglich scheinen die Machthaber Irans in ihrem verzweifelten Ringen um den Machterhalt fatalere Fehler zu begehen als am Vortag. Die Destabilisierung des Regimes schreitet voran. Wissend um Eure Macht, wird darum stündlich versucht Euren Protest mit Mord, Verhaftungen, Folter, Vergewaltigungen und Drohungen niederzuschlagen. Im Minutentakt werden auf Twitter Warnungen verschickt, man solle auch im Ausland bei Eurer Unterstützung zur eigenen Sicherheit in die Anonymität abtauchen, um keine Probleme mit iranischen Behörden zu bekommen oder gar Angehörige im Land zu gefährden.

Angst wird geschürt. Sie soll lähmen und mundtot machen. Ich hadere mit mir, meinen Namen unter den Artikel zu schreiben. Haben sie gewonnen? Nein, schreit mein Herz. In all meiner Machtlosigkeit, meinem tatenlosen Zusehen aus der Ferne, stehe ich in Eurer Schuld. Wir sehen Euch, wir können Euch hören. Jede Nacht sind wir in Gedanken bei Euch. Ihr habt uns verändert. Natarsid, sage ich leise und senke demütig den Kopf.

Jasmin Shakeri

Grosse Wunder, Küssen Kommen…

Friday, July 24th, 2009

Fünf Monate ist es nun her, dass ich von Milos Geburt und meiner ersten Begegnung mit ihm berichtet habe. Und ich freue mich Euch mitteilen zu dürfen, dass dieses Kind meiner Freunde Chau und Marie ein Prachtkerl geworden ist!!!! ;-) Ein freundliches, stets lachendes, verschmustes, flirtendes und wirklich BEZAUBERND SCHÖNES Wunder, von welchem ich auch diesmal nicht genug bekommen konnte. Und wieder ziehen mich auch seine Eltern in ihren Bann. Liebe. Vertautheit. Faszination. Und verliebt. In einander und in ihren gemeinsamen Sohn. Eine spannendes Paar. Der Stolz der Eltern ist Chau auf dem Bild unten anzusehen. :-) Wir saßen lange beisammen und haben uns über Privates, Berufliches und Intimes ausgetauscht und die Zeit verging wie im Fluge. Milo im Arm zu halten und an seinem wohlriechenden Babykopf zu riechen, hat mich erneut mit Vorfreude auf meine Zukunft erfüllt. Danke für diesen schönen Sommertag im schönen Charlottenburg.

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Liebe.

Manchmal ist es ganz einfach!

Friday, March 27th, 2009

Als jahrelanger Verehrer von Peter Scholl-Latours Arbeit hab ich vor kurzem (an seinem 85. Geburtstag) meinen Status auf Facebook dafür genutzt, ihm zu gratulieren. Das hat eine alte Schulfreundin von mir gelesen, die in der American Academy in Berlin-Wannsee arbeitet und sie hat mich wissen lassen, dass der gute Herr, den ich so bewundere in wenigen Wochen einen Vortrag im Institut moderieren würde und sie würde mich auf die Liste schreiben. Natürlich hab ich sofort zugesagt und mir den Abend freigehalten! Alleine hinzugehen war zwar nicht geplant, aber mitkommen wollte dann doch keiner und so bin ich allein nach Wannsee gefahren und hab dem Vortrag gelauscht. Er hat mich massiv gefordert, in Teilen massiv überfordert, da ich viele Dinge nicht wusste, von denen gesprochen wurde. Aber so wie ich bin, hab ich eben gefragt. Und was gelernt. Die Historikerin Susan Pedersen der Columbia Unversity hat ihr Buch “Getting out of Iraq- in 1932″ vorgestellt, in welchem der geschichtlich für heute extrem interessante Fakt, dass der Irak (damals Mesopotamien) von 1920-1932 ein Britisches Mandat war, detailliert analysiert und dargelegt wird. Natürlich ist Scholl-Latour der Richtige, um diese Ära mit den heutigen Ereignissen unter der amerikanischen Besatzungsmacht zu vergleichen. Spannend sag ich Euch. 

Und ein Foto hab ich auch bekommen und aufm Heimweg hat mein Kopf geraucht, aber es hat sich gelohnt hinzufahren. Ich bin so dankbar in einer Umgebung zu leben, in der der Zugriff auf Bildungsmöglichkeiten einem so leicht gemacht wird. Und ich bin froh, diese Chance mal wieder voll ausgenutzt zu haben. ;-)

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Was dieser Mann alles miterlebt hat und wo er überall zugegen war, bei den wichtigsten Ereignissen der neueren Geschichte…das kann man sich kaum vorstellen. Seine Bücher sind wie Biographien der Länder die er bereist hat. Selbst wenn man nicht alle Meinungen mit ihm teilt, fasziniert einen immer wieder die Neugierde dieses Mannes und der Wille der Wahrheit auf den Grund zu gehen. 

Es war mir eine Ehre..

Kleine Wunder, Küssen Kommen…

Thursday, February 26th, 2009

An manchen Tagen wacht man auf und merkt, dass es anstrengend wird sich fürs Aufstehen zu begeistern, geschweige denn für alles Anstehende. Und dann gibt es Tage wie gestern. Da kriegt man früh um 8 Uhr eine Sms von seinem Lieblingsregisseur&Kamermann, in der steht: “Du kannst jederzeit küssen kommen, sind in Zimmer 215.” 

Ich bin sofort hellwach gewesen, aufgesprungen, alle Trägheit war weg, hab mir ein braunes Oberteil angezogen und bin los…welche Relevanz die Farbe hat, seht ihr gleich.. Das Krankenhaus ist bei mir um die Ecke und ich war nach einer halben Stunde da. Klopfe an und trete ein. Und da ist sie wieder, diese Stille. Diese Ruhe, die nur ein Raum hat, in dem zwei Menschen die sich lieben, Zeit mit ihrem geliebten Neugeborenen verbringen. Man fühlt sich wie ein Eindringling, wie ein Störenfried, versucht nichs zu tun, um den Moment zu stören. Und dann sieht man das kleine Wunder und die schönsten Gefühle kommen über einen: Frieden. Glück. Freude. Liebe. Dankbarkeit. Alles Doofe ist egal. Etwas Sehnsucht mischt sich darunter. Nach einer eigenen kleinen Familie. Und dann wieder Vorfreude, AUF die eigene kleine Familie. :-)

Der erstgeborene Sohn von Chau und seiner unfassbar bezaubernden Frau Marie heisst Milo Phong Ngo und ist kerngesund und wundervoll…Seine Eltern sind einfach tolle Menschen mit enormer Strahlkraft und ich wünsche mir, dass alle Engel der Welt dafür sorgen, dass sie weiterhin so gemütlich kuscheln und sich lieben. Wenn man Chau am Set von meinen Videodrehs erlebt hat, weiss man, dass er hochkonzentriert und souverän die beste Arbeit macht, aber der stolze Papa von gestern früh, das ist die tiefste Tiefe und herzerwärmend. Daß sein Sohn in der Oscar-Nacht auf die Erde wollte KANN KEIN ZUFALL SEIN! 

And the Oscar goes to: DIESEN LIEBESFILM AM MITTWOCH MORGEN! (und die zufällige Wahl des braunen Ensembles passend zu Milos Strampler) ;-)

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BABY MILO!!!! WILLKOMMEN!!

Hype”Dreh mal ein Video für mich”Williams

Friday, January 9th, 2009

Wie man an meinem “Persepolis”-Beitrag erkennen konnte, mag ich Comics..das war immer schon so. Von Marvel über Clever&Smart, Tim&Struppi, Superman, Donald Duck etc. ;-) Comicfilme sind natürlich nochmal eine Steigerung..alle Disneys…jaaaaaaaa, meine Sammlung ist bald komplett….PIXAAAAAAR, juhuuuuuu….japanische Comics…ganz gross….und Maulwurf Grabowski ja eh.. :-)

Darum find ich toll, was Hype Williams wieder gezaubert hat für Kanye West’s “Heartless”:

N-Joy:

Muss sein !!!! Basta!

Wednesday, January 7th, 2009

Kommt es langsam auch bei Euch Sofakartoffeln an, dass es NUR bei Alice im Wunderland passieren kann, dass man auf der Couch sitzenbleibt und die Beathoavenz plötzlich vor der Tür stehen, um für einen höchstpersönlich die besten Songs aller Zeiten aufzulegen, ohne dass man seinen Hintern in die Eiseskälte zerren musste. Aufwachen und am Leben teilnehmen! Der Vorsatz für 2009! Herrlich! Dankbar werdet Ihr sein, niederknien werdet ihr…denn gegen die Hitze im Spindler diesen Freitag stinkt auch ne Fussbodenheizung ab. Also:

Da sein oder Quadrat sein. Wie immer.

Juhuuuuuuuu!

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Katzenliebe…..Kuscheltriebe… (X-Mas Kästchen 23)

Monday, December 29th, 2008

Warum ich auf Katzen abfahre hat mehrere Gründe…und sie sind sicher deckungsgleich mit den Gründen der Millionen Katzenliebhaber weltweit. Hunde lieb ich auch. Ich finde das widerspricht sich nicht. Aber eine Katze hat mein Herz erobert…seit 1989 leb ich mit LouLou zusammen (benannt nach meinem damaligen Lieblingsparfum von Cacharel, muahhahhaa: “LouLou?” “Oui, c’est moi!”). Die längste Beziehung meines Lebens. ;-) Im Frühjahr wird sie 20 Jahre alt. Und sie ist noch erstaunlich fit. Sie sieht noch gut, hört noch gut, frisst, schläft etwas mehr als früher, eigentlich nur noch…aber gesund ist sie. Einfach Alt. Steinalt. Für eine Katze. Eine stinknormale Hauskatze, die einfach nur extrem geliebt und gepflegt wurde.

Dieses kleine Mistvieh hat einfach alles miterlebt und war immer da, seit meiner Kindheit. Und wenn sie reden könnte, würde sie meinen Blog für mich schreiben, so gut kennt sie mich wohl. Wie man in 20 Jahren sein Herz an ein Tier verschenkt, wie eng die Bindung zu einem Haustier sein kann, ist manchmal beängstigend. Sie gehört zur Familie. Leider kann man nicht einfangen wie schön ihre Augen sind, der Blitz reflektiert zu sehr, aber sie ist die liebste, älteste und gesündeste dicke Katze, die ich kenne.

Realistisch macht sie es einfach nicht mehr ewig lange :-( aber solange sie da ist, vergrab ich meine Nase in ihrem Fell und erzähl ihr alles was mir passiert.

Wie sind einfach wirklich gute Kumpels, meine Seniorin und ich.

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Wie steigert man “Der Beste”??? (X-Mas Kästchen 21)

Tuesday, December 23rd, 2008

Salah. Aus Frankreich. Meister des Popping und Locking. Ehemals Mitglied der Breaker-Crew Vagabonds. Ein Weltwunder. Ein wahrer Künstler. Ein Ausnahmetänzer. Und sehr nett dazu. Einfach zusehen und mitreissen lassen. Für mich und jeden Tanzbegeisterten gibt es wohl kaum eine Steigerung. Jeder Move sitzt, jedes selbstgemachte Geräusch passt perfekt. Ohne Frage, Salah, ein Wunderkind.


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